HANSA zeichnet maritime Visionäre aus

September 21, 2017

Technologien für die Schifffahrt der Zukunft war das Thema der diesjährigen HIPER-Konferenz in Südafrika. Hochrangige Experten wagten einen Blick in die Kristallkugel, die HANSA war dabei und zeichnete erneut besondere Projekte aus.

 

Die 11. Conference on High Performance Marine Vehicles war besonders auf Innovationen und Visionen ausgerichtet. Trotz der lang andauernden Schifffahrtskrise wird die Zukunft mit Optimismus betrachtet. Der Welthandel wird weiter wachsen, 80% der Waren werden auf Schiffen transportiert, in 30 Jahren wird sich der Welttransport verdoppeln. Das Motto in diesem Umfeld war: »Where science fiction starts today«.

 

Bereits zum zweiten Mal wurde bei der HIPER in Kapstadt der HANSA-Award an herausragende Arbeiten und Projekte verliehen.

Jan Kelling von HASYTEC aus Schönkirchen bei Kiel erhielt stellvertretend für sein Unternehmen den »HANSA Maritime Innovator Award«. Ausgezeichnet wurde damit die Pionierarbeit für die »Ultrasonic Technology for Biocide-Free Antifouling«. Die Einführung von Ultraschall als Schutz vor Bewuchs erscheint vielen Experten vielversprechend. Die Idee ist einfach: Ultraschall-Schwingungen bestimmter Frequenzen in Platten oder Rohren zerstören Zellmembranen in Mikro-Organismen, die sich festgesetzt haben, und töten diese ab. Mit einem Netzwerk von Vibratoren – etwa in Größe einer Getränkedose – können Platten, Rohre oder die Aussenhaut vor Bewuchs geschützt werden. 

Hasytec-Vertreter Jan Kelling bekam den »Maritime Innovator Award«

von HANSA-Autor Hans Payer überreicht (Foto: HANSA) 

 
HANSA-Award für japanisches Projekt

 

Ein umfangreiches Forschungsprojekt der Japan Ship Technology Research Association hat sich zum Ziel gesetzt, aussichtsreiche innovative Technologien aus verschiedenen Wirtschaftszweigen und Ländern auf ihre Eignung zur Anwendung in der Schifffahrt und Schiffstechnik in den nächsten 30 Jahren zu untersuchen. Selten hat Japan so offen über Absichten und erste Ergebnisse berichtet wie jetzt.

 

Kohei Matsuo vom National Maritime Research Institute gab auf der 11. HIPER-Konferenz in Kapstadt einen ersten Bericht über das Vorhaben ab. Als Basis dient eine Zusammenstellung neuer, auch unerprobter Technologien, die in anderen Bereichen erfolgversprechend angewendet werden – und auch auf Schiffe der Zukunft wirken könnten. Mit mittel- und langfristigen Forschungs- und Entwicklungsprojekten sollen Themen wie Umwelt und Energie, Nanotechnologie, neue IT-Möglichkeiten, autonomer Schiffsbetrieb, Big Data Analysis, CFRP (composite fibre reinforced plastics) oder Robotik untersucht werden.

 

Kohei Matsuo (M.) bekam den »Inspiring Visionary Award« von

HANSA-Autor Hans Payer (re.) und HIPER-Veranstalter Volker Bertram

 

Die Zukunft soll hierbei nicht in der Weiterentwicklung und Vertiefung einzelner Technologien gesehen werden, sondern in der Integration und Systematisierung neuer Technologien für die maritime Industrie. Für diese Arbeit wurde Matsui im Rahmen der Konferenz mit dem »Inspiring Visionary Award« der HANSA ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung wurden Wagemut, Tragweite und ingenieurstechnische Tiefe betont.

 

 

 

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